Jestram, Heike: Mythen - Die Menschenerschaffung nach alten Legenden

  • Titel:  Jestram, Heike: Mythen - Die Menschenerschaffung nach alten Legenden
  • Beschreibung: 

    Bei diesem Text handelt es sich um einen Auszug aus meinem Buch "Mythen, Monster und Maschinen. Der künstliche Mensch im Film", das in Druckfassung erstmalig im Jahr 2000 im Teiresias Verlag Köln erschienen ist und seit Dezember 2011 in überarbeiteter und ergänzter Fassung als ebook vorliegt.

    Textauszug
    In den Sagen und Erzählungen des Altertums wurden Lebewesen auf gar wundersame Weise erschaffen. Was nun konnte den Protagonisten macher Filme näherliegen, als zur Erfüllung des Menschheitstraums von der Herstellung des Menschen durch den Menschen uralte Legenden zur Grundlage zu nehmen? Mit diesen als Gebrauchsanweisung und mit Hilfe der Wissenschaft oder der Magie sollte das Vorhaben gelingen. Und es glückte auch! Aber für den Umgang mit dem geschaffenen Wesen gaben die Legenden keine Hilfestellung und somit stand der Schöpfer seinem Werk hilflos gegenüber.

    Alraune – Der Mythos
    Die Alraune (auch Alraunwurzel oder Mandragora) ist eigentlich eine alte Heil- und Zauberpflanze, aus den Gebieten um das Mittelmeer stammend, die bereits bei antiken Autoren Erwähnung findet. Die Ähnlichkeit der Wurzel mit einem menschlichen Wesen mag dazu beigetragen haben, dass sie im Laufe der Geschichte als Wunderpflanze und Zaubermaskottchen angesehen wurde. Ihre Beinamen sind auch Erdmännchen oder Wurzelmännchen. Der Sage nach entsteht die Alraunpflanze, wenn der Samen eines Gehenkten auf die Erde fällt.
    Hat man die Alraune nun unbeschadet erlangt, bringt sie dem Besitzer Glück und Reichtum. Aber Vorsicht! Bei unsachgemäßem Umgang mit ihr, stürzt sie Menschen ins Verderben. Eine Alraune kann mit Hilfe magischer Praktiken belebt werden und wird dann zum Galgenmännlein.
    Varianten dieser Sage finden sich auch in anderen Überlieferungen der einzelnen Gegenden Deutschlands, aber ebenso in Skandinavien, Island, England, Russland und den romanischen Ländern. Angeblich geht die Alraunen-Sage auf den Runen-Mythos zurück: Wotan (Odin) opferte sich selbst, da es zu den Praktiken der Germanen gehörte, in heiligen Hainen neben Tier- auch Menschenopfer zu bringen, damit die Götter Krankheiten und Feinde fernhielten und um den Menschen und dem Vieh Fruchtbarkeit zu garantieren; Wotan nun hängte sich an der Weltenesche Yggdrasil auf und durch seine herabrinnenden Körperflüssigkeiten entstanden die Runen – zauberkräftige Schriftzeichen und Stäbe.

    Inhalt
    Alraune – Der Mythos
    Alraune – ein Roman von Hanns Heinz Ewers
    Alraune die Henkerstochter, genannt die rote Hanne (1918)
    Alraune (1930)
    Alraune (1952)
    Der Golem – der Mythos
    Paul Wegeners Golem-Filme von 1914 und 1917
    Der Golem, wie er in die Welt kam (1920)
    Der Golem lebt (1967)
    BIBLIOGRAPHIE


  • Schlagworte:  alraune, film, golem, hildegard, knef, künstlich, legende, mensch, mythen, rabenalt, sage, schem, schöpfung, verfilmung
  • Autor:  Heike Jestram
  • Bildnummer:  8003
  • Erstellt:  31.12.2011
  • Medientyp:  eBook
  • Farben: 

  • Ähnliche Medien

Info

Selbstportraet Heike Jestram Seit dem Jahr 2012 bin ich auf Fototouren im Land Brandenburg unterwegs und besuche vorzugsweise Orte, die Theodor Fontane in seinen Büchern beschrieben hat. Dabei entstandene Bilder und Texte werden nach und nach auf meiner Website veröffentlicht. An diesen Bildern und vielen anderen aus verschiedenen Themenbereichen können auf Anfrage Nutzungsrechte erworben werden.

© Heike Jestram 2013

Powered By PhotoStore
Sell Photos Online

*Sie werden auf eine externe Seite weiter geleitet.