Uebigau-Wahrenbrück

Wie viele Orte in Brandenburg entstand auch Uebigau aus einer slawischen Siedlung. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahr 1235. Rund 70 Jahre später wurden dem Örtchen an der Schwarzen Elster die Stadtrechte verliehen. Wahrenbrück war bis zur Zusammenlegung mit Uebigau bis zum Jahr 2002 ebenfalls eigenständig und wird als Stadt erstmals in einer Urkunde von 1340 erwähnt. Von Uebigau ist Wahrenbrück rund sieben Kilometer entfernt. Dazwischen liegen Wald und Felder. Zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück gehören 19 weitere teilweise recht weit auseinanderliegende Ortsteile, unter anderem Domsdorf, in dem sich das Technische Denkmal Brikettfabrik Louise befindet.

Der Marktplatz von Uebigau

Der Marktplatz von Uebigau entstand bereits im späten Mittelalter an einem Handelsweg. Die heute zu sehenden Pflastersteine wurden jedoch erst im Jahr 1825 als Lesesteinpflaster verlegt. Die verschieden großen Pflastersteine bilden eine Streifenform, wobei die großen Steine dazu dienten, die kleineren zu stabilisieren. Dass sie den Platz für die Marktbuden kennzeichneten, wie in manchen Reiseführern zu lesen ist, ist wohl eine Legende.

Das Rathaus am Markt 11 ist ein ehemaliges Bürgerhaus aus Stein, das die Stadt im Jahr 1851 einem Bäckermeister abkaufte und zum Rathaus mit Ratskeller umbaute. Mehr als 150 Jahre davor musste die Stadt ohne Rathaus auskommen, denn ein Brand nach einem Blitzeinschlag hatte im Jahr 1693 das ehemalige, gotische Gebäude zerstört.

Sehenswert am Markt und in der Nähe sind:

  • Koblik-Brunnen auf dem Marktplatz von Jan Witte-Kropius mit Kobolden aus der Niederlausitzer Sagenwelt (anlässlich der 700-Jahr-Feier 2011 aufgestellt)
  • Stadtkirche St. Nikolai
  • Heimatstube Uebigau, ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert in der Doberluger Straße, welches als Heimatmuseum genutzt wird

Die Kursächsischen Postmeilensäulen

Auf dem Marktplatz von Uebigau und an der Elsterbrücke an der L65 in Wahrenbrück befinden sich Kursächsische Postmeilensäulen, bei denen es sich allerdings um Nachbauten handelt. Die Säule in Uebigau stammt aus dem Jahr 1985.

Postmeilensäulen aus Stein wurden auf Veranlassung des Kurfürsten August der Starke ab 1722 an wichtigen Post- und Handelsstraßen in Sachsen errichtet. Auch als Distanzsäulen oder Meilensteine bezeichnet, war ihr Zweck, Entfernungen zwischen Orten genau anzugeben, um daran die Postgebühren exakt berechnen zu können.

Kursächsische Postmeilensäulen sind auch in mehreren Brandenburger Orten zu finden, da diese zum Wiener Kongress 1815 zum Königreich Sachsen gehörten. Sie beziehungsweise Nachbildungen stehen unter anderem in:

* Altdöbern
* Bad Belzig
* Bad Liebenwerda
* Brück
* Calau
* Dahme/Mark
* Doberlug Kirchhain
* Elsterwerda
* Guben
* Lieberose
* Lübben
* Lübbenau
* Luckau
* Mühlberg/Elbe
* Niemegk
* Ortrand
* Ruhland
* Senftenberg

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