Die Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort

Einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann oder das Christkind zu schreiben, hat sich erst in der Biedermeierzeit im 19. Jahrhundert eingebürgert. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gaben Kinder die Zettel mit ihren Herzenswünschen an die Eltern weiter, welche die Vermittlung zum Bringer der Gaben übernehmen sollten, oder sie legten sie einfach außen auf das Fensterbrett.

Wie die Wünsche der Kinder hat sich auch die Art der Wunschübermittlung verändert. Viele Kinder schicken ihren Wunschzettel heutzutage als Brief an ein Weihnachtspostamt. Auch die Kontaktaufnahme mit dem Weihnachtsmann per E-Mail ist inzwischen möglich.

Post an den Weihnachtsmann

Die Weihnachtspostfiliale im Brandenburger Ort Himmelpfort ist eines der sieben Weihnachtspostämter, die durch die Deutsche Post in Deutschland unterstützt werden. Post an den Weihnachtsmann wird entweder hierher oder nach Himmelsthür im niedersächsischen Hildesheim verschickt, das als das älteste Weihnachtspostamt Deutschlands gilt. Für Wunschzettel an das Christkind sind die Weihnachtspostämter in Engelskirchen, Himmelpforten und Himmelstadt die richtigen Adressen. Die Weihnachtspostämter in Nikolausdorf und St. Nikolaus nehmen hingegen die Post für den Nikolaus entgegen.

Holzfigur vom Weihnachtsmann in Himmelpfort

In Himmelpfort ist der Weihnachtsmann auch im Sommer da

Bis zum Jahr 1984 gab es in Himmelpfort nur ein ganz normales Postamt. Damals schrieben zwei Kinder Briefe an den Weihnachtsmann und schickten diese an die Himmelpforter Adresse. Ihre Schreiben blieben nicht unbeantwortet. Eine Mitarbeiterin der Post übernahm die Vertretung des Weihnachtsmannes und schrieb den Kindern pünktlich zum Fest zurück. Im darauffolgenden Jahr trafen bereits 75 Briefe für den Weihnachtsmann in Himmelpfort ein. Die ersten Schreiber hatten wohl ordentlich Mundpropaganda gemacht. Einen Boom erlebte das Himmelpforter Postamt ab 1990. Bis zu 2.000 Briefe am Tag sollen in der Vorweihnachtszeit dort eingetroffen sein. Ab 1995 übernahmen daher zusätzliche Helferinnen die Beantwortung der Kinderpost.

Seit dem Jahr 2005 gibt es in Himmelpfort kein reguläres Postamt mehr. Die Weihnachtspostfiliale befindet sich jedoch weiterhin im Weihnachtshaus im Weihnachtshaus Himmelpfort. Im Jahr 2020 sollen hier 320.000 Briefe von Kindern aus aller Welt eingetroffen sein. Damit stand Himmelpfort in puncto Frequentierung an der Spitze der deutschen Weihnachtspostämter. Briefe wurden unter anderem aus Polen, China, Taiwan, Russland und den USA in die Brandenburger Weihnachtspostfiliale geschickt.

Die Adresse des Weihnachtspostamtes lautet:

An den Weihnachtsmann
Weihnachtspostfiliale
16798 Himmelpfort

Wichtel auf dem Wunschpostkasten

Kinder, die ihren Wunschzettel nach Himmelpfort oder zu einem der anderen Weihnachtspostämter schicken, sollten nicht vergessen, ihren Absender anzugeben. Sonst kann ihnen der Weihnachtsmann nämlich nicht antworten. Die Himmelpforter Weihnachtspostfiliale beginnt in der Regel Anfang November mit ihrer Arbeit. Damit die Antwort des Weihnachtsmannes nicht erst nach dem Weihnachtsfest eintrifft, sollten die Briefe spätestens bis zum dritten Advent dort eingehen. Eine persönliche Antwort ist zwar bei der Menge an Zuschriften nicht mehr zu erwarten, aber die Weihnachtspostämter verschicken attraktive, vorgedruckte Karten, auf denen der Name des Kindes steht. Für Sammler sind die Briefmarken mit Sonderstempeln interessant.

Die Briefe an den Weihnachtsmann können auch persönlich im Briefkasten an der Weihnachtspostfiliale eingeworfen werden. Das Weihnachtshaus Himmelpfort befindet sich in der ehemaligen Dorfschule direkt vor der Klosterruine.

Ein Ausflug nach Himmelpfort lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Der Ort liegt idyllisch zwischen drei Seen und ist von viel Wald umgeben.

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